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Die Papillons und ihr Kommunikationsmix

Mein Beitrag zur Blogparade „Mein persönlicher Kommunikationsmix – Blog- und Webparade für Personenmarken #personalbrandmix“

Die Blogparade geht noch bis zum 30. April. Hier kommen Sie zum Starterartikel mit den Teilnahmebedingungen. 

Personal Branding oder wie will ich als Unternehmen wahrgenommen werden?

Als ich vor 7 Jahren das erste Mal Texterluft schnupperte, merkte ich schnell: Die Konkurrenz ist groß und auch schlecht überschaubar. Allerdings ähnelten sich die Texterseiten, auch das Angebot und einfach die Außendarstellung. Ich fand mich im Grunde in den Texterseiten der Kollegen nicht wieder, was ja auch nichts Schlimmes ist. Mir wurde schnell klar, ich bin irgendwie anders und will das auch zeigen. Das heißt nicht, dass mir die Websites und Personal Brands der Kollegen nicht gefallen, aber ich selber konnte und kann mich oft mit deren Außendarstellung nicht identifizieren und das ist letztendlich für alle gut, denn so stehen wir Texter uns nicht zu sehr im Weg.

Was ich bin und was ich nicht bin:

Beim Reinschnuppern in das Business und beim Begutachten der verschiedenen Texter-Identitäten stellte ich fest, dass mich zu seriöse, cleane Texterseiten etwas langweilen. Es ist mir klar, dass sehr reduzierte Layouts, klare Linien und klare Worte auf viele Kunden äußerst seriös wirken. Dazu gehört oft ein Passbild des Texters und eine ganz klare, einheitliche Menüstruktur. So weit, so seriös! Nur, so fällt man in der riesen Masse der Texter nicht auf und man hat kein individuelles Angebot für den Kunden. Natürlich ist es toll, nach außen super seriös, korrekt und sorgfältig zu wirken. Aber ehrlich: Genau das versuchen die meisten Texter – mehr oder weniger erfolgreich, natürlich,.

Da ich selbst eher ein kreativer Typ bin, Kunst, Musik und Design liebe, sollte und soll das auch in meiner Texterseite und in meinem Personal Branding zum Ausdruck kommen! Ja, es muss sogar! Anderenfalls kann man sich nicht wohlfühlen, weil man sich ja täglich verbiegen würde, wenn die Außenwirkung so gar nicht mit der eigenen Person übereinstimmt.

Für mich war klar: Farben müssen her! Das ist an sich schon ungewöhnlich. Was Design und Layout von Websites angehen, so denken viele, es muss alles möglichst schick zurückhaltend sein. Der Hintergrund ist eigentlich so gut wie immer in Weiß gehalten. Nur, das ist absolut nicht mein Ding! So ist der Hintergrund meiner Texterseite seit 7 Jahren farblich. Auch wenn das Theme gewechselt hat, so musste einfach dezent farbiger Hintergrund her. Da ich auch privat Farben und Formen liebe und meine Einrichtung eher bunt ist (blaue Wände, bunte Kunstwerke, verschiedene Farbtupfer in den Accessoires, sonnengelbe Gardinen etc.), drückt meine Texterseite recht gut meinen Geschmack aus.

Bin ich unseriös, weil ich Farben liebe und wähle?

Ich habe oft den Eindruck, dass manche Kollegen meinen, nur reduziertes Design wirkt seriös. Ich denke, diese Einstellung ist typisch deutsch. (Wobei ich selbst Deutsche bin, nichts Südländisches in meinem Blut). In anderen Ländern liebt man Farben und hat damit auch kein Problem. Man denke an die wunderschönen bunten Oldtimer in Kuba, an die bunt angestrichenen Häuser an der italienischen Amalfi-Küste oder pastellfarbene Häuser in der Karibik. An vielen Orten der Welt liebt man Farben und schätzt ihre positive Wirkung auf das Gemüt. Der Deutsche aber tut sich damit etwas schwer. Einrichtungsexperten sagen sogar, der Deutsche hat Angst vor Farbe! Dabei hat noch nicht mal das Klima etwas damit zu tun. Es ist nicht nur den warmen Ländern vorbehalten, bunte Farben für die Einrichtung zu nehmen – auch die Briten mögen es künstlerisch skurril und bunt. Sie hatten schon viel länger Designermöbel im knallbunten Patchwork-Stil als wir.

Farbiges, buntes Design zu wählen – dazu gehört auch Mut. Es ist wie bei der Farbwahl der Autos: Die Deutschen wählen seit vielen Jahren am liebsten silberfarbene oder schwarze Autos. Erst in den letzten Jahren kommen wieder bunte Farben dazu. Das war in den 70er und 80er Jahren noch ganz anders!

Bin ich also unseriös, weil ich Farben liebe und wähle? Manch Kollege denkt dies vielleicht. Weiß wirkt sauber und korrekt. Farbig vielleicht nicht… Ich kann nur sagen, meine Kunden haben keinerlei Probleme mit meinem Personal Branding, meiner Farbwahl und dem Namen meines Unternehmens. Sie reagieren positiv darauf und sind auch bei Absagen freundlich und sympathisch und diese kommen eh meist wegen unterschiedlichen Preisvorstellungen. Mein Personal Branding zeigt, dass ich weiß, wer ich bin, wie ich wirken will und dass ich nicht allen gefallen muss – und damit auch nicht jeden Kunden brauche.

Bunte Farben stehen für Kreativität und der Texterberuf erfordert viel Kreativität und Lust auf neue Aufgaben. Auch dafür stehe ich mit meiner Marke.

Papillons – Schmetterlinge als Personal Branding – was hat es damit auf sich?

Als Texter gibt es verschiedene Wege sich eine Corporate Identity aufzubauen und man hat die Wahl, sich entweder als Einzelperson zu betrachten oder als Agentur oder als „Büro“. Ja, viele nannten sich damals „Textbüro“ oder „Textagentur“. Die wenigsten nahmen ihren eigenen Namen als Marke, die meisten ersonnen sich Namen für ihr Unternehmen. Heute gibt es immer mehr Texter, die ihren eigenen Namen wählen. Das ist eine sehr wichtige Entscheidung, ob man diesen Weg gehen will. Will man als Texterperson eine Marke sein oder will man seinen Namen eher privat halten? Möchte man ein klein wenig Berühmtheit mit seinem Namen erlangen oder hat man lieber ein Unternehmen mit eigenem Namen?

Wer seinen eignen Namen wählt, der möchte natürlich, dass die Kunden sich diesen Namen merken, dass sie eine Marke buchen für ihre Texte. Ich selber finde nicht, dass es nötig ist, den eigenen Namen zu wählen (auch wenn meiner an sich wohlklingend ist) um dem Kunden im Gedächtnis zu bleiben. Das geht auch mit einem guten Unternehmensnamen.

Ich habe mich vor 7 Jahren recht schnell für den Namen Papillon-Texte entschieden, denn mir war schnell klar, wofür meine Arbeit, meine Texte stehen sollten:

Für Leichtigkeit, Lebensfreude, für Höhenflüge im positiven Sinne, für ein buntes Lebensgefühl, für Natürlichkeit und für positives Denken!

Meine Texte sollen leicht und schnell verstanden werden. Sie sollen aufbauen und motivieren. Der Tenor ist positiv, lebensbejahend, nicht negativ, leidend und problematisierend. Wenn es um Ratgebertexte geht, so steht die Lösung im Vordergrund, nicht das Problem.

Schmetterlinge fliegen und flattern bunt umher, setzen sich mal hier hin, mal dort hin, schnuppern an Blumen und machen Freude. So stellt sich auch mein Arbeiten dar. Ich habe immer verschiedene Textaufgaben. Mal schreibe ich lange Ratgebertexte, mal schau ich nur kurz über einen Kundentext und optimiere ihn. Mal schreibe ich werbliche Produkttexte, mal arbeite ich redaktionell als Blogadmin. Meine tägliche Arbeit ist sehr abwechslungsreich und ich muss nicht drei Tage an einem Thema bleiben, daher passt das Bild mit den bunt flatternden Schmetterlingen perfekt zu meinem Alltag. Flatterhaft? Das würden bestimmt missgünstige Kollegen hineininterpretieren… Aber fragen Sie meine Kunden, ich bin zuverlässig und treu. Habe einige Stammkunden seit Jahren und bin für andere immer wieder neu ansprechbar, wenn sie neue Projekte starten.

Authentizität – die Außenwirkung darf nicht gespielt sein

Wer anderen etwas vorspielt, wird nicht langfristig Erfolg haben. Daher macht es auch keinen Sinn, sich ein Personal Branding auszudenken, dass nicht zur eigenen Person, zur eigenen Arbeitsweise passt. Um bei mir zu bleiben: Eine cleane, reduzierte Website würde nicht zu mir passen. Ich würde mich nicht wohlfühlen und die Kunden würden das merken. Ebenso sollte man darauf achten, dass man nicht zu hoch pokert, wenn es um das eigene Branding geht. Stellt man sich als Anfänger zu erfahren und hochtrabend dar, kann es peinlich werden und man verliert seine Kunden. Die Außenwirkung sollte aber auch nicht zu bescheiden sein. Diesen Fehler machen auch viele Texter. Man muss sich im Klaren darüber sein, was man kann, was die anderen können, was man anbieten will und was der Kunde davon hat. Es reicht nicht, dem Kunden zu erzählen, dass man gerne und viel schreibt und dies seit der Schulzeit. Das überzeugt nicht zum Gebuchtwerden. Man muss sich schon ein wenig mehr überlegen, was man denn nach außen hin darstellen will und wo man hin will.

Ich bin mit meinem Personal Branding jedenfalls sehr zufrieden. Ich bekomme die Jobanfragen, die ich möchte. Ich habe immer mehrere Kunden und meine Texterseite taugt gut zur Akquise. Ganz wichtig ist: Mein Personal Branding und mein gewähltes Design muss nicht dem Geschmack des Kunden entsprechen, sondern mich darstellen. Das verwechseln viele! Sieht der Kunde, dass man eine eigene Identität hat, so traut er einem zu, dass man versteht, was er mit seinem Branding erreichen will.

Ist das eigene Branding schwammig, Einheitsbrei und unauffällig – warum sollte der Kunde einen buchen? Wie sollte man ihm helfen, seine Marke auszubauen?

Personal Branding macht Spaß und Sinn! Es hilft, sich von der Konkurrenz abzuheben ohne ihr zu schaden. Denn so findet der Kunde zu seinem genau passenden Dienstleister.

Mein Kommunikationsmix:

Ich bin tatsächlich auf vielen Social-Media-Kanälen unterwegs und das muss auch so sein! Ich habe ein großes Netzwerk an Kollegen und Kunden. Da ich mehrere eigene WordPress-Blogs führe und die von Kunden betreue, ist es auch nötig, sich ständig weiterzubilden. Das geht gut mit themenbezogenen Fb-Gruppen (ja, das böse Datenklau-Facebook hat doch auch viele positive Seiten). Alles, was rechtlich von Belang ist, bekomme ich durch die verschiedenen Marketing-Gruppen mit und kann es zeitnah umsetzen. Kleine und große Probleme mit WordPress, Bildrechten, Seo-Fragen lassen sich so lösen.

Ich habe als Texterin 2 große Gruppen gegründet mit über 1000 Mitgliedern. Hier werden Jobs vergeben und berufsspezifische Fragen geklärt. Ich kommuniziere also sehr viel über Social Media und zwar vor allem beruflich! Fb ist für mich kein Zeitverschwender für privaten Krimskrams, sondern hier passiert beruflich gesehen tatsächlich viel. Daneben habe ich noch Profile auf Xing, Twitter, LinkedIn und seit Neuestem auf Instagram. Es ist heutzutage nötig, auf den wichtigsten Kanälen präsent zu sein. Denn die sozialen Netzwerke brauchen Texte und hier warten lauter Aufgaben auf uns! Ich denke aber nicht, dass man die Kanäle alle dauernd füttern und betreuen muss. Es ist vielleicht am wirksamsten, sich auf einen zu konzentrieren.

Warum ist es bei mir Facebook? 

Hier kann ich mit dem Kunden direkt chatten. Viele meiner Kunden haben einen FB-Account und geben mir schnell Anweisungen per Chat oder ich kann eine Frage schnell klären. Alles Wichtige wird aber per Mail festgehalten. Zudem betreue ich Facebook-Fanpages meiner Kunden. Das ist ein ganz wichtiges Marketing-Instrument geworden, denn man hat über Fb eine große Reichweite. Man muss ein bisschen damit spielen und checken, was bei den Fans ankommt. Als kleiner Tipp: Hin und wieder unterhaltsame Videos, Bilder und Sprüche teilen, nicht nur Firmenspezifisches, so bleiben sie am Ball.

Mein Netzwerk mit Kollegen:

Da ich äußerst gerne im Team arbeite, habe ich zusammen mit einer Kollegin im letzten August ein eigenes Magazin gegründet, in dem zurzeit 9 weitere Texterkollegen schreiben. Zur Unternehmenskommunikation gehört für mich Teamwork und kollegiales Denken dazu. Unser Magazin heißt Lesezeichen.rocks und es hat recht schnell viele Google-Zugriffe erreicht. Im Januar waren es sogar 12.000. Gemeinsam texten, gemeinsam Traffic aufbauen – das ist unsere Devise. Ohne tägliche Kommunikation mit Kollegen und Kunden könnten wir ein solches Magazin nicht gut führen, denn man muss seine Kollegen und ihr Können auch erst einschätzen.

Unsere Redaktion arbeitet tatsächlich auch in einer Facebook-Gruppe. Hier besprechen wir täglich unsere Artikel und Themen.

Man kann nicht nicht kommunizieren

So sagte einmal Watzlawick. Für unser Business heißt das: Du kommunizierst immer, egal ob du willst oder nicht! Machst du dir keine Mühe mit deinem Personal Branding, so sagst du genau das aus. Man wirkt lustlos, demotiviert, passiv auf Kunden wartend. Wer Spaß an seinem Beruf hat, an seiner Marke, strahlt dies aus und wird erfolgreich.

 

Neues Magazin mit meinen Kollegen: Lesezeichen.rocks

Es gibt Neues aus der Papillonischen Welt. Neben den eigenen WordPress-Blogs und dem kleinen Gemeinschafts-Blog Cafe-eloquent.de gibt es nun ein schönes, großes Magazin mit vielen interessanten Themen.
Wir haben es Lesezeichen.rocks getauft!

Schaut mal rein! Was ist das Besondere daran? Es ist ein bunt gemischtes Magazin, in dem einige unserer ausgewählten Kollegen über ihre Spezialthemen schreiben. Es gibt Interessantes und Wissenswertes aus folgenden Bereichen zu lesen:

  • Marketing / Texten
  • Reisen / Tourismus
  • Ernährung / Rezepte
  • Gesundheit
  • Mode / Beauty
  • Ökologie
  • Technik
  • Sport und Fitness
  • Familie und Kinder
  • Natur
  • Kultur und Unterhaltung
  • Haushalt
  • Gesellschaftliches

 

Politische Themen haben wir extra ausgeschlossen, da man kaum alle Meinungen unter ein Impressum bringt ;).
Das Magazin ist offen für Gastbeiträge und bietet Werbeplätze an. Alle festen Autoren haben ein Autorenprofil und die Leser können sie kontaktieren.

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Das ganze Netz der Möglichkeiten…

Myriams-Fotos / Pixabay

führt auch dazu, dass man sich darin verfängt.

Was meinen wir damit?
Die Flut der Ablenkung, des Nonsens, leerer Versprechungen und des täglichen Ego-Kampfes im Web.

Es schien anfangs eine Fülle von Chancen zu bringen, doch verfangen viele von uns sich im Kleinkrieg um das Große Ganze oder den täglichen Wahnsinn. Statt sich Inspiration, Information und Motivation zu holen – nutzen viele das Internet vor allem zum Frustabbau.

Herrscht im täglichen Leben noch Respekt vor dem Nächsten, seinem Schicksal und Werdegang – wird dies alles im Web hinweggewischt und jeder User kann im Bruchteil einer Sekunde zum Schulkind degradiert werden. Es wird gemobbt, gestalkt, gestritten und vor allem werden Worte verdreht.

Klingt alles so negativ? Ist es auch. Denn das alles bringt nichts. Die Welt wird nicht besser durch Gemoser, Gezänke, beleidigtes Aufstampfen, Besserwisserei, Anklagen, Beschweren und destruktive Verhaltensweisen. Doch leider ist es einfacher, auf die Fehler anderer zu zeigen, als kritisch bei sich selbst anzufangen.

 

nikidinov / Pixabay

Das Web ist leider auch eine Bühne.

Und besonders all die, die im Leben nicht oder zu selten auf einer Bühne stehen, wollen nun vor dem heimischen PC oder unterwegs halbanonym oder zumindest weit weg vom Geschehen mal die ganz große Rolle spielen. Daher wird sich wichtig gemacht, sich aufgebläht und darauf gelauert, dass andere Fehler machen, um schlauer, seriöser oder besser dazustehen.

Harmlose Fragen in Foren oder Gruppen werden zur Nervenschlacht für unerfahrene Web-User. Hinter jedem Wort wird Spam oder zumindest eine böse Absicht vermutet. Das Web ist voller Möglichkeiten, Geld zu verdienen und so wird alles kritisch hinterfragt. Es trifft nicht mehr Mensch auf Mensch, sondern Absicht auf Absicht. Echte Kommunikation findet immer weniger statt.

Auch die Promis haben es nicht leicht – ein Shitstorm jagt den nächsten. Jeder Selfie wird mit der Lupe untersucht nach Makeln oder schlechten Absichten wie versteckte Werbung. Man gönnt sich nichts mehr gegenseitig. „Warum soll das Mädel wie du und ich plötzlich prominent sein, was hat die was ich nicht hab?“ – so denkt sich die große Masse und stürzt sich auf die aufstrebende Prominenz.

Auch echte Prominenz, Politiker und VIPs haben es schwer. Sie treffen im Web auf ein Minenfeld. Wo sie stehen und gehen, warten schon Hater und Neider. Wir haben eine kleine Revolution des Volkes im Schatten, das früher kein Sprachrohr hatte, gegen all die, die im Lichte der Öffentlichkeit stehen.

Jeder kann heute Star sein und viele wollen es auch. Die Folge davon ist die Ellbogenmentalität, die früher nur im Berufsleben zu finden war und heute sich überall in den sozialen Netzwerken breitmacht. Egal, ob es sich um Jobgruppen, Tauschgruppen, Bastelgruppen, Fußballforen, Selbsthilfeforen oder Communities geht – man konkurriert und wittert Schlechtes bei fast jedem zweiten Wort.

Fassen wir zusammen: Es ist anstrengend geworden im Web! Jeder möchte wichtig sein, sich hervortun und glänzen – das geht aber nicht.

Einen  guten Stand hat, wer wirklich etwas vorzuweisen hat, mit Wissen und Kenntnis überzeugt, ein Talent besitzt oder anderen Lebensfreude und Motivation schenken kann. Leider ist jeder Anfang schwer, denn beim kleinsten Erfolg lauern die Neider und Hater schon um die Ecke.

Trost ist: Es geht jedem so. Jeder bekommt im Online-Leben mal seinen Shitstorm ab, ohne zu wissen, was eigentlich falsch gelaufen ist. Wir alle brauchen ein dickes Fell und müssen lernen die ganz spezifischen Kommunikationsstrukturen im Web zu durchschauen.

Wollen Sie im Web erfolgreich sein? Dann machen Sie nicht ahnunglos Fehler, die Ihnen und Ihrem Angebot eine Flut von negativen, hämischen Kommentaren bescheren. Verlassen Sie sich auf die social-media-erfahrenen Papillons, die nach 6 Jahren Internet-Kommunikation mit allen Wassern gewaschen sind und deren Farben noch nicht verblasst sind.

Wir führen und betreuen gerne Ihre WordPress-Seiten auf der redaktionellen Ebene und kümmern uns mit um Ihre Social-Media-Kanäle. Besonders gute Erfahrungen haben wir im Bereich Mode, Lifestyle, Wohnen, Genießen.

 

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Neue Blogs am Start und weitere Projekte

Den Papillons wird es nie langweilig, denn sie flattern umher und lassen sich inspirieren. Auch sind sie echte Teamworker und arbeiten gerne gemeinsam mit anderen an einem Projekt. Aus diesem Grunde wurde vor einiger Zeit der Gemeinschaftsblog Café Eloquent gegründet. Hier schreiben ausgewählte symphatische Kollegen über alle möglichen Themen: Gesellschaftliches, Reisen, Internet-Marketing, Lebenshilfe, Produkte und natürlich Texten allgemein. Es geht zwanglos und locker zu, so ist auch oft die Sprache, denn Texter müssen sich schon bei den Aufträgen täglich den Wünschen der Kunden anpassen, also brauchen sie auch einen Ort, an dem sie schreiben dürfen, wie sie grad wollen.

Neben diesem bereichernden Projekt haben die Papillons noch einen weiteren Blog zum Thema Mode begonnen. Der erste ist seit 2012 am Start und hat monatlich viele Besucher: Mode, Marken und Produkte.
Der neue Blog befasst sich nur mit dem Thema „Taschen“ und zwar die der preisgünstigen Sorte, also keine Luxustaschen. Trendmarken, neue Labels und skurrile Taschen werden hier vorgestellt: Bags4fashionistas.

Und mit diesen Blogs ist noch nicht Schluß, es stehen noch drei weitere in den Startlöchern. Warum  eigentlich? Weil eigene Projekte sehr viel Spaß machen und weil die Papillons gerne mit WordPress arbeiten. Falls ihr jemand sucht, der euren WordPress-Blog inhaltlich und redaktionell betreut, dann meldet euch doch einfach!

 

 

 

„Quadratisch.Praktisch.Gut.“ -> kopieren – nix gut

 

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Minimalismus ist in, juhuu. Wir lassen alle überflüssigen Worte weg und drücken uns per Stammel-Sprache aus.

  • „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern nichts mehr weglassen kann“, sagte Antoine de Saint-Exupéry.

Und damit argumentieren die selbsternannten neuen Wortkünstler und Anhänger des Minimalismus (Goethe dreht sich in seinem Grabe herum). Doch hat Herr Saint-Exupéry denn seinen kleinen Prinzen in Stammel-Sätzen geschrieben? Beileibe nicht. Er hat eine flüssige, klare, bildhafte Sprache gewählt, die noch heute viele in ihren Bann zieht. Natürlich enthält ein guter Text idealerweise keine Füllwörter und keine leeren Worthülsen. Das heißt aber nicht, dass man keinerlei Nebensätze mehr verwenden soll. Und das heißt auch nicht, dass ein Text automatisch gut wird, wenn man kurz und knapp schreibt.

Eloquenz war gestern – Stammel-Sprache ist in

Vorbei die Zeiten, als man Goethes und Schillers fein ausgefeilte Sprache schätzte, die Adjektive nach Wohlklang aussuchte und die Worte kunstvoll aneinanderbaute. (Was für ein ekelhaft langer Satz…) Heute muss es ballern. Denn wir sind alle doof. Oder? Nein, wir haben keine Zeit mehr für lange Sätze. Nein, wir sind nicht mehr aufnahmefähig. Lange Sätze überfordern uns. Lange Sätze ballern nicht ins Gehirn. Oder?

 Stimmt nicht. Der Minimalismus in der Werbesprache ist eine Kunst für sich, die nicht jeder Werbetexter beherrscht, nicht von Natur aus und nicht antrainiert. Punkt. Gebt es endlich auf, liebe Werbetexter-Kollegen dieses hilflose Gestammel als große Wortkunst zu verkaufen. Es zieht nicht immer!! Vor allem dann nicht, wenn nicht jedes Wort Gewicht hat.

Quadratisch. Praktisch. Gut., – das hatte Gewicht. Hatte. Jedes einzelne Wort hatte Gewicht und eine Aussage. Das gilt aber nicht für alle Bereiche, alle Attribute eines Produktes, alle Adjektive. Man bekommt nicht dadurch Gehalt in eine Aussage, dass man sich kurz fasst und einzelne Worte aneinanderreiht. Es muss schon ein besonderer und nicht alltäglicher Sinn dahinter stecken!

Sprache ist ein Fluß – lassen wir sie doch fließen

Kann dem Treiben also nicht mal jemand ein Ende bereiten? Lange Artikel, in denen ein Sachverhalt, ein Angebot geschildert werden müssen, kommen mit parataktischem Satzbau nicht aus. Es klingt verdammt noch mal nach Grundschuldeutsch, wenn man lauter abgehackte Hauptsätze aneinanderreiht. (Ich glaub es hackt, fällt mir da ein..)

Parataxe ist nicht das höchste Stilmittel der Wortkunst! Liebe Werbetexter, hört bitte auf so mit uns in euren Texten zu reden, wir sind Menschen.

Sprache ist ein weicher geschmeidiger Fluss. Wir lieben es, wenn es fließt. Sprache darf sich schlängeln, winden, anschmiegen und umschmeicheln. Harte kurze Sätze sind nicht immer die erste Wahl. Eher die zweite. Sie klingen nicht schön, sie lösen keine Harmonie aus. Sie wirken wie Befehle und stures Beharren auf einem Standpunkt. Weg damit. Jetzt. Sofort.

Mobbing-Opfer überall

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Mobbing ist ein ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft geworden, das man unbedingt ernst nehmen und mit Vorsicht behandeln muss. Echte Mobbing-Opfer leiden sehr und sind in ihrer Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt, werden krank und fallen meistens eine ganze Weile in Beruf, Schule oder Ausbildung aus, weil der Druck einfach nicht zu ertragen ist.

Vom Täter zum Opfer

Umso schlimmer, dass sich immer mehr Leute erdreisten, sich selbst als Mobbing-Opfer zu bezeichnen, die gerade selber die anderen nerven, stören, ärgern, kritisieren oder ihnen aufdringlich auf die Pelle rücken. Leider ist es in den sozialen Medien häufiger zu beobachten, dass Mitmenschen, die sich asozial verhalten und daher viel Gegenwind bekommen, nun eine Standard-Ausrede geschenkt bekommen haben. Wenn viele Menschen von einer einzigen Person stark genervt sind, sich gegen sie zur Wehr setzen wollen und einfach nur für ihr eigenes Recht sich über diese beschweren, kommt nun die stolze Schutzbehauptung: „Ich werde von allen gemobbt!“ Völlig außer acht gelassen wird, dass viele Menschen unabhängig voneinander wohl kaum gleichzeitig einer Person gegenüber in Mobbing-Laune sein können.

Kritikresistent und nicht anpassungsfähig

Schlägt einem heute von vielen Menschen und zwar von solchen, die sich nicht kennen, immer wieder Kritik und Maßregelung entgegen, hat man nicht einfach das Recht sich als Mobbing-Opfer hinzustellen. Das ist ein sehr unfairer Akt den wahren Mobbing-Opfern gegenüber. Echtes Mobbing geschieht einer einzelnen Person von einer festen Gruppe aus und zwar meist in Schulen oder am Arbeitsplatz. Der Ort der Schikane ist heute natürlich auch das soziale Web, aber Opfer und Täter kennen sich aus dem realen Leben. Mehrere Personen halten gegen das einzelne Mobbing-Opfer zusammen und drangsalieren es, stressen es, bis es den Arbeitsplatz oder die Schule verlassen muss. Unter Jugendlichen geht das Mobbing, wie wir alle wissen, manchmal sogar bis zum Selbstmord.

Shitstorm contra Mobbing

Die Konflikte und Begegnungen im Web haben aber nichts mit diesen realen Bedingungen zu tun. Es rotten sich im Web nicht dauernd Gruppen zusammen um immer wieder eine Person zu drangsalieren. Zwar gibt es das Phänomen des Shitstorms, doch dieses hat nichts mit Mobbing zu tun. Hier entlädt sich die Wut und der Frust einer großen Masse von Internet-Usern gegen eine Person oder Institution, die einen Fehler gemacht hat oder etwas ‚Unpassendes‘ gesagt hat. Beim Mobbing geht der Druck immer weiter und richtet sich ganz gezielt gegen eine Person im Umfeld der Mobber. Mobbing-Opfer und -Täter treffen meist täglich aufeinander. Im Web kann man sich aus dem Weg gehen.

Aktuell häufen sich im Web die Fälle, dass einzelne Personen verhaltensauffällig sind, andere beleidigen und bedrängen und dann bei Gegenwehr behaupten, sie würden ‚überall‘ gemobbt. Allein das überall impliziert jedoch, dass es sich hier nicht um Mobbing handeln kann, denn Mobbing geschieht von einer bestimmten Gruppe von Menschen aus. Das echte Mobbing-Opfer wird nicht von immer wieder neuen Menschen außerhalb dieser Gruppe angegriffen.

Hat eine Person dauernd Probleme mit seinen Mitmenschen und zwar mit vielen, die sich untereinander gar nicht kennen, muss sie sich wohl mal fragen, ob es an ihr selber liegt..

Hier kopiere ich mal eine Äußerung eines eingebildeten Mobbing-Opfers in einer Facebook-Diskussion (Natürlich geht es hier um Texter-Themen):

Kritisieren und beleidigen sind zwei paar Schuhe. Hier geht es um die sachliche Auseinandersetzung mit – wenig kompetenten – Billigtextern. Und dafür muss ich hier keine Referenzen vorweisen, das ist lächerlich. Wenn sich jemand beleidigt fühlt ist das seine Tasse Tee. Und jetzt langts dann auch wieder mit dem kollektiven „[Name der Person selbst]-Bashing“. Angefangen haben das kleine Textbroker-Schreiberlinge, die mich seit Monaten angreifen, sich entblöden Gruppenadmins anzuschreiben, noch bevor ich ein Wort außer „Hallo“ gesagt habe und die zum Teil in meiner eigenen Gruppe waren. Es kratzt mich nicht. In diesem Sinne: Pfüat eich! Ich bin hier raus, schreibe – wie gesagt – sowieso nicht auf Halde. Geht woanders mobben.“

Die Kollegin fällt seit Monaten mit ihrer überheblichen Art und Kritik an anderen Textern sowie deren Angeboten auf, hat aber selbst keine Homepage, kein öffentliches Profil, keine unter ihrem Namen veröffentlichten Artikel. Sie agiert als „professionelle“ Texterin lediglich mit einem Tierbild als Profil-Foto auf Facebook. Auch Google findet nichts außer Facebook-Aktivitäten über sie. Das alles könnte einem herzlich egal sein, wenn sie nicht wie schon andere vor ihr, ihr merkwürdiges Verhalten und das damit verbundene Anecken bei den meisten Personen nun mit Mobbing entschuldigen würde. Das haben echte Mobbing-Opfer nicht verdient!

Hexenjagd als Ausrede für schwierige Charaktere

Eine ähnliche Einstellung hat Ursula Sarrazin mit ihrem Buch „Hexenjagd. Mein Schuldienst in Berlin“ gezeigt. Auch sie fühlte sich von Gott und der Welt und vor allem von einzelnen Schulkindern gemobbt. Da sie wohl eine sehr ‚verhaltensauffällige‘ Lehrerin war, haben sich immer wieder Eltern und Schüler und auch Kollegen über sie beschwert. Wir alle wissen, dass es solche und solche Lehrer gibt… Hier haben sich die Betroffenen eben zu wehren versucht. In einem Fall hat Frau Sarrazin eine krasse Fehlentscheidung getroffen und einem Kind eigenmächtig die bereits attestierte Hochbegabung wieder abgesprochen. Das Kind wurde vor versammelter Mannschaft von ihr wieder eine Klasse zurückgestuft. Daraufhin entbrannte ein längerer Rechtsstreit um dieses unpädagogische und ungesetzliche Verhalten zwischen der Mutter des Kindes und der Lehrerin. Dieser geriet auch an die Öffentlichkeit und heute sind Mutter und Kind namentlich in Frau Sarrazins Buch gebrandmarkt als „Mobber“, weil sie zu dem Kreis der Menschen gehörten, die Frau Sarrazin in ihrem Schuldienst „Schwierigkeiten machten. (Den ganzen Fall bitte hier lesen.) Das Kind ist nun seit einigen Jahren Mobbing-Opfer von Sarrazin-Fans. Da die Familie vor Gericht gescheitert ist, wohl auch, weil Frau Sarrazin sich erfolgreich als Mobbing-Opfer darstellen konnte, suchte die Familie Hilfe bei der Öffentlichkeit und hat eine Petition gestartet.

Mobbing als Freibrief für asoziales Verhalten

Hier ist eine Lehrerin im Laufe ihres Schuldienstes immer wieder angeeckt. Man kann dies sogar noch heute im Web nachlesen, wenn Menschen, die mit ihr in Kontakt kamen, in Kommentaren bestätigen, dass sie eine schwierige Lehrerin war. In dieser Schule in Berlin gab es wohl besonders viel Gegenwind. Zum Mobbing gegen eine Lehrerin müssten sich aber viele Eltern, Kinder und Lehrer gemeinsam gegen diese Person verschworen haben. Warum sollte man dies tun? Wenn man gemeinsam gegen sie vorgegangen ist (was man als Außenstehender nicht nachprüfen kann), dann muss es wohl trifftige Gründe gegeben haben.

Schlechte, unpädagogische Lehrer müssen damit klarkommen, dass Eltern und Kinder sie gegen einen Kollegen austauschen wollen. Ich selbst habe das als Schülerin zwei Mal erlebt: Lehrer, die keine Leistung erbracht haben oder unpädagogisch gehandelt haben, wurden von der Klasse, dem Kurs ‚abgesetzt‘. Dieses Recht müssen Schüler und Eltern auch haben. Weiterhin! Heute würden diese Lehrer vielleicht auch von Mobbing sprechen, damals war das für das Erreichen der Abitur-Reife einfach vonnöten!

Gestresste junge Eltern mobben keine Lehrerin

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Eltern von Grundschulkindern Lust und Energie zum Mobben aufbringen. Das Familien- und Berufsleben ist doch turbulent genug, als dass sie sich gemeinsam gegen eine Lehrerin verschwören würden. Mobbing geschieht am Arbeitsplatz unter Kollegen, die einem den Job nicht gönnen oder unter Schülern, die ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe kompensieren wollen. Es geschieht nicht von mehreren unabhängigen Seiten und Stellen aus! In einem solchen Fall muss es einfach an der betroffenen Person liegen, es sei denn man wird aufgrund seiner Religion oder Hautfarbe diskriminiert.

Kleiner Aufruf zur Achtsamkeit

Liebe Leser, schaut bitte genau hin, wo in eurem Umfeld jemand gemobbt wird, greift ein und unternehmt etwas! Macht euch die Gründe bewusst: Es ist Neid, Missgunst, Frust, Langeweile, es sind Minderwertigkeitskomplexe und Perspektivlosigkeit. Lasst aber bitte nicht zu, dass jeder Mensch, der bei seinen Mitmenschen immer wieder aneckt, behaupten kann – und dies sogar vor Gericht – er würde gemobbt!

Content muss nicht geil sein

bang-148261_640Wir alle brauchen in Zukunft Content, der “geil” ist, einen der ins “Hirn knallt”. So schreibt Online-Marketing Experte Karl Kratz in seinem viel gelesenen Blog. Mirko Lange hat daraufhin in seinem Blog talkabout zur Blogparade aufgerufen. Nach einigem Überlegen haben die Text-Schmetterlinge sich entschlossen, sich nun doch auch daran zu beteiligen.

 

Warum das Zögern?

Nun – den Papillons gefällt der Ausdruck “Geiler Content” überhaupt nicht. Er ist natürlich reißerisch, werblich, provokant und emotional. Klar, so gewinnt der Werbetexter und der Online-Marketeer Aufmerksamkeit. Auch der Ausdruck, der Content soll ins “Hirn knallen” gefällt den Papillons überhaupt nicht.

Warum so empfindlich?

Weil nicht jedes Thema ins “Hirn knallen” will und kann. Und weil nicht jedes Thema “geil” ist. Punkt. Sind wir nicht alle immer noch genervt vom Saturn Slogan “Geiz ist geil”? Zugegeben es ist ein künstlerisches Tautogramm, um mal mit Germanisten-Deutsch um sich zu werfen. Und deswegen und vor allem deswegen hämmert er sich ins Gehirn. Wegen dem zweimaligen Gei..  – der Inhalt ist weniger geil, eher merkwürdig. Vielleicht ist diese Einstellung auch ein klein wenig schuld daran, dass jugendliche Modefans die Billigmodeketten ohne schlechtes Gewissen leer kaufen. Wer weiß..

Geiler Content – was soll das nun sein?

Blöd sind wir ja nun nicht. Wir können uns schon vorstellen, was geiler Content sein soll – und wir lesen ihn ja auch hin und wieder. Meist in Marketing-Blogs, auf Motivations-Seiten, Landing-Pages etc. immer dann, wenn es etwas konkret zu verkaufen gibt, einen Workshop, ein eBook, einen Online-Kurs, Bücher, CDs etc. für das schnelle Geld ohne Aufwand – immer dann, wird der Content schnell geil. Überzeugend, emotional, verführerisch, beschwörend, magisch. Damit der Kunde kauft. Klar.

Content muss nicht immer verkaufen

Das Web ist nun mal aber nicht nur dazu da, einzelne Produkte, Kurse etc. zu verkaufen, sondern auch einfach nur um sachdienliche Informationen zu vermitteln. Google mag Seiten, die dem User weiterhelfen. Einen Geilheits-Grad gibt es da nicht. Findet der User auf einer Seite hinreichend Informationen zu seinem Thema, bleibt er auf der Seite und Google registriert das. Finden ganz viele User auf dieser Seite die gewünschten Informationen, schnellt die Seite im Ranking nach oben. Aber ist der Content deswegen geil? Nein. Es handelt sich dann um einen Artikel, der dem Leser leicht und verständlich seine gewünschten Informationen liefert. Die Zwischenüberschriften können vielleicht etwas ‘geil’ gewählt sein, damit der Leser dranbleibt, aber zu ‘geil’ sollten sie auch nicht sein.. Denn dann sucht auch der weniger gebildete Leser das Weite und klickt auf eine Seite, wo er eher seriöse Informationen erwartet.

Wohin also mit dem „geilen“ Content?

Er  gehört in die Werbewelt. Wenn es darum geht, den Verbraucher in Sekundenschnelle zum Kauf zu überzeugen, dann sind „geile“ Slogans, die sofort „ins Hirn knallen“ gefragt. Wenn es um Web-Artikel geht, die länger sind als 100 Worte, dann muss es sich einfach um guten Inhalt, der optimal strukturiert und leicht zu lesen ist, handeln. Punkt.

2000 Wörter pro Stunde – klar, was sonst

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Kleiner Einblick in die Welt des Texter-Alltags: Es geht um eine der vielen Preisdiskussionen, die im Web immer mal hier und da aufflackern.

In dieser Diskussion auf Facebook kam nach einigem Hin und Her folgende Rechnung auf:

„Also bei den Angeboten von 2 Cent pro Wort, sind wir aber nicht mehr soweit von einem Stundensatz von 40 € entfernt, bzw. liegen wir damit genau auf dem Punkt. Sind genau 2000 Wörter die Stunde und das ist selbst für einen sehr durchschnittlichen Tipper wie mich durchaus zu machen.

Wo soll denn bitte das Problem sein, 2k Wörter in der Stunde rauszuhauen, gerade wenn man etwas vom Thema versteht? Und selbst wenn man die Artikel komplett selbst gestaltet (d.h. mit Bild, YT, etc) sollte doch mindestens ein Artikel in der Stunde drin sein und hat man dann auch gleich den Fotografen und den Kameramann gespart. Ist ja nicht so, dass die klassischen Journalisten pro Tag 500 Wörter tippen und sich dann am Jahresende mit Pulitzerpreisen überhäufen können. Wie gesagt, der Markt formt den Preis und wenn ich eben nicht bereit bin für einen Artikel 100.- € zu zahlen, nur weil der Texter 5 Wörter in der Minute tippt, sollte das auch verständlich sein.“

2000 Wörter in 1 h sind also kein Problem… Ein Texter-Kollege half mit einer einfachen Gegenrechnung aus: „2k Wörter pro Stunde sind schlicht unmöglich. Das wären umgerechnet 300 bis 400 Anschläge/Minute. Will ich sehen.“ Ich ergänze: 2000 Wörter in 1 h bedeuten 33 Wörter in 1 Minute. Denken, recherchieren, inhaltlicher Aufbau und Struktur des Textes fallen also weg, braucht niemand. Oder, der Texter ist ein Roboter, der alle Texte eigentlich schon fertig im Kopf hat und sie nur runtertippen muss. Der Texter als Tipper. Doch Einsicht war Fehlanzeige. Man antwortete folgendermaßen:

„Ich kann Eure Meinung verstehen und auch, dass ihr Euch hier gegenseitig unterstützt. Es gibt eben trotzdem nur wenige Parameter. bei dem Thema: 1. Output pro Stunde 2. Erfolg der Texte und Einnahmen für den Einkäufer 3. Verdienst des Texters pro Wort 4. Qualität der Texte.
Anscheinend bezieht sich hier jeder auf den Wortpreis und da wird nicht auf die anderen Punkte eingegangen. 4. Qualität der Texte, warum sollte ich einen Texter nehmen, wenn die mir auch ein Fachmann auf seinem Gebiet ohne Recherche schreiben kann? Warum also keine Spezialisierung? 2. Das volle Risiko für den Erfolg trägt der Auftraggeber und nicht der Schreiber, u.U. riskiert er eben Folgeaufträge. 1. Output pro Stunde, da scheinen sich ja die Geister zu scheiden.
Warum ich wegen meiner eigenen Erfahrungen angegangen werde, kann ich da nicht ganz verstehen: da wird ganz automatisch davon ausgegangen, die Quali würde nicht stimmen oder die Leute würden es nicht lesen, usw. Da dürft ihr sicherlich glauben, was ihr möchtet, aber vielleicht nutzt der eine oder andere auch die Chance einen Blick über den eigenen Tellerrand zu riskieren oder sein eigenes Handeln zu hinterfragen.“

Offensichtlich handelte es sich bei diesem Poster nicht um jemanden, der beruflich Texte verfasst, sondern um einen Auftraggeber, der sich seinen Wortpreis zu Ungunsten der Texter zurechtbiegt.

Wir machen uns schön vor, der Texter bekäme einen Stundenlohn von 40 Euro. Wir wollen ihm aber nur 2 Cent/Wort zahlen (Fotos suchen und einbauen wären idealerweise mit  drin im Preis) und rechnen uns dann aus, dass er halt 2000 Wörter in der Stunde schaffen muss.. Mit der Realität hat diese Rechnung absolut nichts gemeinsam.

Aus meiner täglichen Praxis möchte ich hier allen, die es interessiert, vorrechnen: Ich schaffe hin und wieder 750-1000 Wörter in einer Stunde. Dabei handelt es sich um einfache Themen, bei denen ich den Inhalt leicht recherchiert habe oder gar nicht recherchieren muss und die Texte nur so runtertippen kann. Zeit für einen guten Aufbau, eine dramatische Struktur, Layout und sorgfältige Recherche bleibt dabei aber nicht. Es gibt solche einfachen Aufträge, aber selbst diese hält man nicht mehrere Stunden durch. Fakt ist: Ich schaffe es nicht, mehrere Stunden hintereinander 750 Wörter die Stunde runterzuhauen. Punkt. Und langsam arbeite ich nicht, ebenso geht das Tippen logischerweise fix.

Also kleiner Aufruf an solche Auftraggeber: Rechnet bitte fair aus, was Eure Texter in 1 h verdienen können! Denkt bitte auch daran, dass man bei jeder Arbeit kleine Pausen braucht. Texten ist geistige Arbeit und keine reine Tipperei. Selbst wenn Ihr ausprobiert habt, was Ihr selber in 1 h schaffen könnt, denkt bitte daran, dass man diese Arbeit dann jeden Tag mehrere Stunden macht.. dann sieht die Rechnung schon wieder ganz anders aus.

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ich danke meinen Auftraggebern, dass sie nicht so rechnen und mir schöne und interessante Aufträge zukommen lassen! Teamwork erzielt die besten Ergebnisse.

Büchertipps zum Texten und Stilfragen

Dazulernen? Ich pflege doch meinen eigenen Stil!

Wer Texter ist, lernt niemals aus und sollte sich auch niemals schon perfekt fühlen. Selbst Profis, die diesen Beruf schon Jahrzehnte erfolgreich ausüben, müssen aufpassen, dass sich nicht schlechte Gewohnheiten einschleichen. Viele unkritische Schreiber meinen auch, sie würden ihren eigenen Stil pflegen, wenn sie sich nicht veränderten.

Echte Texter-Profis wissen, dass ein Text ein variables Konstrukt ist. Man sollte nicht an seinem fertigen Werk hängen und immer selbstkritisch bleiben. Meine Kunden wundern sich, wenn ich Formulierungen ohne Ego-Probleme rausschmeiße und durch andere ersetze. Lange Sätze können verkürzt werden und umgekehrt. Wer die Sprache wirklich liebt, spielt mit ihr, jongliert, puzzelt, verschiebt die Einleitung ans Ende, tauscht aus, schwächt ab, trägt dick auf und schiebt herum, bis die Einrichtung des Ganzen passt. Weiterlesen

Tipp: Online-Seminare / Webinare anbieten oder schnell damit lernen

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Ich lerne nun seit 2 1/2 Jahren die Hintergründe des Internet-Business kennen und es kommt laufend Neues dazu. Wollte ich alles lesen, würde ich langsam aber sicher wahnsinnig werden, denn ich finde, dass das Lesen am Bildschirm wesentlich anstrengender ist als auf Papier. Als Texter liest man sowieso schon viel am Bildschirm.

Also bin ich heilfroh, dass es Webinare gibt. Hier kann man auditiv und visuell lernen und am wenigsten muss man dabei lesen! Weiterlesen