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Meditationstext 2: Urlaub mit dem Inneren Kind

In loser Folge erscheinen hier Meditationstexte zur freien Verfügung. Das erste Thema widmete sich dem Aufspüren und der Arbeit mit dem „Inneren Kind“. Der heutige Text geht eine Stufe weiter.
Literaturempfehlungen folgen am Ende der Meditation.

Kleines Mädchen alleine am Strand, Sonnenuntergang, rosa Himmel

mardais / Pixabay

Mache Urlaub mit deinem Inneren Kind!

Im letzten Text hast du erfahren, wie du ersten Zugang zu deinem Inneren Kind findest. Das ist oft gar nicht so einfach. Warum? Weil viele von uns glauben, die Kindheit ist abgeschlossen, danach kam die Jugend, die wir oft als prägender empfinden und weitere intensive Zeiten.
Oft ist es aber so, dass dein Inneres Kind gar keine Ruhe gibt und findet. Es braucht noch Aufmerksamkeit. Es hat vieles aus seiner Kindheit noch gar nicht verstanden und meldet sich immer wieder bei dir. Viele deiner Verhaltensweisen werden noch von deinem Inneren Kind gesteuert. Das ist dir natürlich nicht bewusst. Es sind die Verhaltensweisen oder Ängste, die dich stören und einschränken.

Dein Inneres Kind reagiert wütend und zornig, wenn du das gar nicht willst. Es ist schnell verletzt, beleidigt oder bekommt „etwas in den falschen Hals“. Ebenso kann es aber auch für Ängste, Neurosen und Depressionen sorgen. Wenn du dich ihm nicht widmest, dann sucht es entweder auf diese Weise deine Aufmerksamkeit oder es ist einfach hilflos und findet aus seinen Ängsten und Gefühlen alleine nicht heraus.
Es ist Zeit, dass du anfängst, dich deinem Inneren Kind zu widmen. Lies dazu erst einmal den ersten Teil der Meditationsreihe. Dann erst den folgenden.


Strandurlaub zu zweit

Ja, du hast richtig gehört/gelesen, du fährst in Urlaub und zwar nicht alleine, sondern zu zweit. Aber auch nicht mit deinem Partner, sondern mit dir selbst als Kind. Ja, ihr seid dabei zwei Personen.
Im ersten Meditationstext haben dein Inneres Kind und du als erwachsene Person sich ein wenig angefreundet. Dein Inneres Kind hat dir schon einiges erzählt. Inzwischen seid ihr so vertraut, dass ihr gerne zusammen seid. Und es ist auch nötig, öfter zusammenzusein, denn meist gibt es einiges aus der Kindheit zu verarbeiten, z.B.:

  • Wurdest du wegen deines Äußeren gehänselt oder verspottet?
  • Hast du eine sehr strenge Erziehung erfahren und konntest dich kaum entfalten?
  • War dein Alltag durchorganisiert, hattest du lauter Termine?
  • Waren deine Eltern sehr ehrgeizig?
  • Gab es Leistungsdenken in deiner Familie oder war es sogar das Gegenteil, du warst zu viel alleine und auch deine Schulnoten interessierten niemanden?
  • Konntest du selbst bestimmen, welche Frisur du trägst und welche Kleidung?
  • Durfest du jeden Tag einige Stunden tun, was du möchtest und die Zeit vergessen oder wurdest du ständig beim SPielen unterbrochen?
  • Gab es öfters Stress wegen des Haushalts? Unaufgeräumtes Zimmer, Mithelfen in Haus und Garten etc.
  • Haben deine Eltern sich oft und schlimm gestritten, bis zur Trennung?
  • Hast du Misshandlung, Missbrauch und/oder Gewalt erfahren?
  • Fühltest du dich als Kind ernstgenommen, mit deinen Bedürfnissen und Wünschen?
  • Hast du humorvolle Eltern erlebt, die viel gelacht und gesungen haben oder gab es eher öfters Stress und negative Stimmungen?

Wenn du bei einzelnen dieser Punkte dich angesprochen fühlst, dann macht es Sinn, mit deinem Inneren Kind zu arbeiten.

Kleines Mädchn spielt im Sand

cocoparisienne / Pixabay

Meditation:

Du bist in Urlaub mit deinem Inneren Kind. Ihr seid an einem Strand, an der Nord- oder Ostsee. Es ist nicht Sommer. Ihr seid außerhalb der Saison hier und ihr habt viel Ruhe. Dein Inneres Kind und du seid schon total aneinander gewöhnt. Dein Inneres Kind lernt langsam, sich so zu benehmen, wie es selber das möchte. Es gibt keinen Zwang, keine Regeln, kein Benehmen.
Es hat sich selbst die Kleidung und Frisur ausgesucht. Du wirst erstaunt sein, es hat sich eine ganz andere Frisur ausgesucht, als die, die es in seinen Kindheitstagen trug und auch die Kleidung hat einen ganz anderen Stil, vielleicht zeitlos aber ungezwungen. Vielleicht ist es aber auch gekleidet wie eine kleine Prinzessin. Oder du trägst als Junge Mädchenkleider und umgekehrt. Alles ist nun erlaubt!
Dein Inneres Kind zieht nun an, was ihm gefällt. Das können sportliche-lässige Kleider sein, aber auch Fantasie-Kostüme oder etwas Festliches. Manchmal wechselt es seine Garderobe innerhalb von Minuten. All das ist wichtig, denn die Kleidung steht für verschiedene Identitäten und besonders Kinder werden über die Kleidung von anderen Kindern eingeordnet.
Es kann also sehr gut sein, dass du hier noch Nachholbedarf hast. Widme dich diesem Thema, auch wenn es dir albern erscheinen mag. Denke daran, ganze Kabarettprogramme kreisen nur um die ungeliebte, kratzige Strumpfhose oder das lächerliche Karnevalskostüm, das man als Kind tragen musste. Dein Inneres Kind wird es nun genießen, sich die Kleidung selbst aussuchen zu dürfen. Lass dich überraschen, welchen Stil es wählt.

Ihr verbringt nun einige Zeit am Strand. Der Himmel ist bedeckt, die Sonne brennt nicht herunter, aber es ist angenehm warm. Ihr jagt gemeinsam den Strand entlang, sucht Muscheln, baut Sandburgen und schaut auf das Meer. Ihr müsst nicht reden, könnt aber.
Dein Inneres Kind will sich viel bewegen, auch wenn es früher vielleicht gar nicht sportlich war. Es will toben, rennen und irgendeine Sportart machen. Es hat natürlich Glück. Am Strand sind noch andere Kinder und Erwachsene. Die Kinder finden schnell zusammen und einigen sich auf ein Ballspiel.
Lass dein Inneres Kind nun mit anderen am Strand Frisbee, Federball, Volleyball spielen. Wähle ruhig eine erwachsene Sportart. Fühle die Bewegungen mit und schmeiße dich als Inneres Kind in vollem Einsatz in den Sand.
Du als erwachsener Begleiter kannst eine Weile lang mitspielen und dich dann ein wenig abseits setzen und die Kinder spielen lassen. Spüre, wie dein Inneres Kind sich entfaltet, während du einfach nur anwesend bist, auf das Meer schaust und das Kind toben lässt. Während dein Inneres Kind so am Strand mit anderen spielt und sich auspowert, kommst auch du zur Ruhe. Du lässt dich rückwärts in den Sand fallen und schaust in den Himmel.

Du entspannst dich und deinen Körper. Du streckst die Beine aus und legst sie ab. Du breitest die Arme aus und legst sie ab. Du atmest tief ein und aus und spürst die frische Meerluft. Verweile so eine Zeitlang.

Dein Inneres Kind kommt nun erstaunlich gut alleine klar. Es ist ohne seine Familie hier mit dir am Strand, hat Spielkameraden gefunden und möchte gar nicht mehr aufhören zu toben. Du lässt es und genießt Ruhe, Frieden, Harmonie.

Später werdet ihr zusammen essen gehen, in ein Restaurant in der Nähe. Es hat große Glasfassaden, aus denen ihr auf das Meer schauen könnt. Ihr trefft im Restaurant die anderen Kinder und deren Begleiter wieder. Ihr habt aber euren eigenen Tisch und dein Inneres Kind bestellt, worauf es Lust hat. Es darf ungesunde Dinge bestellen, aber du bietest ihm auch anderes an. Ihr verbringt ein ruhiges, harmonisches Abendessen miteinander.

Dein Inneres Kind hat inzwischen nicht mehr so viele Probleme, die es erzählen möchte. Es genießt die gemeinsame Zeit mit dir und entfaltet sich. In eurem Zimmer darf es noch ein wenig fernsehen, es laufen alle Programme, die es als Kind gerne mochte und auch Filme und Serien, die zwar für Kinder geeignet waren, es aber nicht sehen durfte. Ihr schaut euch diese gemeinsam an. Ihr holt verpasste Serienfolgen und Fußballspiele an diesen Urlaubsabenden nach. Natürlich ist auch Platz für Gesellschaftsspiele, Malen, Basteln und Musizieren. Die Tätigkeiten sollen aber etwas mit den Wünschen deines Inneren Kindes zu tun haben. Wenn ihm Fernsehen wichtig ist, so wirst du nicht erzieherisch einschreiten, sondern ihm das genehmigen.
Ihr lasst den Abend ruhig ausklingen und freut euch auf weitere erholsame Urlaubstage, voller Abenteuer oder Ruhe, ganz so, wie es dein Inneres Kind möchte.

 

 

 

Meditation zum „Inneren Kind“ Teil 2
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