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Meditationstext 3: Treffen mit dem Inneren Teenager

In loser Folge erscheinen hier Meditationstexte zur freien Verfügung. Das erste Thema widmete sich dem Aufspüren und der Arbeit mit dem „Inneren Kind“. Das zweite war „Urlaub mit dem Inneren Kind“. Der heutige Text widmet sich dem Inneren Teenager.

 

 

Treffe dein Teenie-Ich!

Du kannst dich ganz unabhängig von den ersten beiden Meditationstexten auch erstmal mit deinem Inneren Teenager treffen. Vielleicht hast du in dieser Zeit tiefer liegende Verletzungen erfahren und einiges, woran du öfters im Erwachsenenalter denken musst. Du solltest dich auch deinem Inneren Kind widmen und die ersten beiden Teile mal lesen, weil natürlich der Teenager in dir aus dem Kind entstanden ist. Du kannst aber, wenn dir der Zugang zum Inneren Kind fehlt oder die Kindheit dir zu weit weg erscheint, erst einmal mit dem Inneren Teenager anfangen.

Mädchen liegend auf der Wiese mit gelben Blumen im Haar, lachend

digaita / Pixabay

Treffe dich nun mit dir als Teenager. Diese Zeit ist relativ lang und du bist verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen. Mit 13 Jahren warst du wahrscheinlich vollkommen anders als mit 16 oder 17. Wir setzen heute beim ersten Teil deiner Teenager-Zeit an, als du 13, 14 Jahre alt warst.

Meditation:

Frage dich, wie du dich als Teenager fühlst. Lass dir ein wenig Zeit, bevor du antwortest. Dein Innerer Teenager ist voller Konflikte. Er hat Vorbilder, wie er sein möchte und er hat die Vorstellungen seiner Eltern, Lehrer, Erwachsenen. Er hat auch mit den Vorstellungen seiner Freunde, Gleichaltriger zu kämpfen, die auch erwarten, dass er eine bestimmte Position einnimmt.
Je strenger dein Elternhaus war umso schwieriger war diese Übergangszeit. Auch wusstest du damals noch gar nicht, wer du selber sein wolltest. Du warst halb Kind, halb Erwachsener. Beide Teile wollten gelebt werden. Du wirst nun überrascht sein, wie befreiend es ist, dich mit dir selbst in diesem Alter zu treffen.
Du hast vieles in dieser Zeit einfach nur mitgemacht, ohne es zu hinterfragen, weil du auch noch gar keinen Überblick hattest. Heute als erwachsene Person kannst du dir selbst mitteilen, was damals vielleicht besser für dich gewesen wäre. Hättest du dich früher freistrampeln sollen von deinen Eltern? Oder hast du gerade in dieser Zeit einfach noch mehr Kindheit als Jugend gebraucht und wolltest von den Gleichaltrigen nicht unter Druck gesetzt werden? Diese fingen in dem Alter an zu rauchen, Alkohol zu trinken und hatten erste Beziehungen. Warst du ein Frühstarter oder Spätzünder? Hat dir das gut getan oder schleppst du noch Komplexe mit dir herum?

Erlaube deinem Inneren Teenager heute das nachzuholen, was er damals nicht hatte. Wollte er damals cool sein und beliebt, so erlaube es ihm in deiner Vorstellung heute. Heile so alte Verletzungen und Ablehnungen von außen. Wurde dein Innerer Teenager gemobbt, etwa weil er nicht zur Peergroup passte, uncoole Kleidung trug und nach Mamasöhnchen aussah? Oder warst du ein Mädchen, das von einer eher aggressiven Mädchenclique ausgegrenzt wurde? Diese Erfahrungen kannst du heute heilen, indem du dich mit deinem Teenager-Ich triffst. Lass dir all diese Dinge erzählen. Damals hattest du vielleicht niemanden, dem du das alles erzählen konntest, weil deine Eltern es nicht so recht verstanden und ernst nahmen und weil deine Freunde mit sich selbst beschäftigt waren.

Gruppe von Teenagern, Bild zum Meditationstext Innerer Teenager

moffi12 / Pixabay

Sei dir nun ein verständnisvoller erwachsener Freund, der offene Ohren für Teenager-Probleme hat. Dein Äußeres war damals sicher sehr wichtig. Eben und gerade deshalb, weil es den anderen Jugendlichen so wichtig war. Du warst sicher auch unter Druck. Hast du dem damaligen Schönheitsideal entsprochen? Hast du ersten Druck gemerkt, wie deine Figur auszusehen hatte, als Mädchen, aber auch als Junge? Wurdest du im Sportunterricht als einer der ersten im Team gewählt oder gehörtest du zu den letzten? Warst du ein kleiner Star und Anführer oder spieltest du im Mittelfeld, oder warst du sogar unbeliebt? Erzähle dir dies heute alles noch mal als erwachsener Person. Das ist nicht lächerlich und vergangen. Du schleppst viele dieser Prägungen dauerhaft mit dir um. Du spürst sie immer wieder dann, wenn du Ablehnung und Kritik erfährst oder wenn jemand dein Äußereres, deine Figur thematisierst.

Dein Körper war in dieser Zeit in der Entwicklung. Mache deinem Inneren Teenager klar, dass es gar nicht so wichtig ist, wie er aktuell aussieht, weil der Körper sich noch sehr verändern und wachsen kann. Trotzdem gehst du über diese Themen nicht hinweg, wie es meist die Erwachsenen tun. Wenn du dich als Mädchen zu dick fühltest, dann nimm dieses Gefühl ernst. Dein Innerer Teenager hat bestimmte Vorbilder im Sinn, denen er nacheifert. Erlaube deinem Teenager einfach diese Traumfigur zu haben. Stellt euch gemeinsam vor, wie das Leben mit der Erfüllung dieses Wunsches ist.  Rede deinem Inneren Teenager nicht ein, dass es auf innere Werte ankommt, denn das hilft ihm nicht durch den Alltag. Verhelfe deinem Inneren Teenager eher dazu, eine eigene Persönlichkeit nach außen darzustellen und wenn er seine Figur ändern will, so schlage ihm geeignete Trainingsmethoden vor, die du heute kennst. Es ist wichtig, dass du deinen Inneren Teenager mit all seinen Themen ernst nimmst und nicht auf später vertröstest.

Wenn dein Innerer Teenager in dieser Zeit vielleicht die Trennung deiner Eltern erlebt hat, so ist es heute an der Zeit, ihn zu trösten. Er musste damals sehr stark sein, seine Eltern waren mit sich selbst beschäftigt und haben ihn vielleicht dazu benutzt, den Partner auszuspielen.
Gab es andere familiäre Probleme? Musstest du erwachsener sein, als du eigentlich warst, weil ein Familienmitglied krank oder pflegebedürftig war? Dann erlaube dem Teenager heute in der Zeit mit dir, weniger erwachsen zu sein. Sei mit ihm albern, spiele mit ihm oder daddel ein wenig. Wenn du das eh immer noch häufig tust, so hat dies sicher auch mit deinem Inneren Teenager zu tun, der so auf sein Recht auf Spielen pocht.
Hatte dein Innerer Teenager Probleme in der Schule? So arbeite das Thema noch mal mit ihm auf. Du weißt ja, woran es lag. Nimm in deiner Verarbeitung diese Entwicklunsphase ernst und lass dich nicht davon ablenken, was danach kam. Vielleicht eine Phase voller Spaß und Party. Trotzdem sollte der 13- bis 14 jährige Teenager zu seinem Recht bei dir kommen.

Treffe dich ab heute so oft mit dem 13- 14- jährigen Ich, wie es dir guttut. Du merkst schon bald, dass du gerne in die nächsthöhere Stufe gehen und dort etwas verarbeiten möchtest.

 

Meditationstexte Teil 3
Dieser Text steht zur freien Verfügung. Verletzen Sie aber bitte nicht das Urheberrecht und nennen Sie keine falschen Verfasser. Der Text ist Eigentum von ~Papillon-Texte~

Sie benötigen individuelle Meditationstexte? Dann beauftragen Sie Papillon-Texte! Wir schreiben allerdings nur Meditationstexte ohne religiöse oder spirituelle Hintergrunde. Dies sind Texte zur Entspannung, innerer Einkehr und zum Lösen von Konflikten und Blockaden.

 

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Meditationstext 2: Urlaub mit dem Inneren Kind

In loser Folge erscheinen hier Meditationstexte zur freien Verfügung. Das erste Thema widmete sich dem Aufspüren und der Arbeit mit dem „Inneren Kind“. Der heutige Text geht eine Stufe weiter.
Literaturempfehlungen folgen am Ende der Meditation.

Kleines Mädchen alleine am Strand, Sonnenuntergang, rosa Himmel

mardais / Pixabay

Mache Urlaub mit deinem Inneren Kind!

Im letzten Text hast du erfahren, wie du ersten Zugang zu deinem Inneren Kind findest. Das ist oft gar nicht so einfach. Warum? Weil viele von uns glauben, die Kindheit ist abgeschlossen, danach kam die Jugend, die wir oft als prägender empfinden und weitere intensive Zeiten.
Oft ist es aber so, dass dein Inneres Kind gar keine Ruhe gibt und findet. Es braucht noch Aufmerksamkeit. Es hat vieles aus seiner Kindheit noch gar nicht verstanden und meldet sich immer wieder bei dir. Viele deiner Verhaltensweisen werden noch von deinem Inneren Kind gesteuert. Das ist dir natürlich nicht bewusst. Es sind die Verhaltensweisen oder Ängste, die dich stören und einschränken.

Dein Inneres Kind reagiert wütend und zornig, wenn du das gar nicht willst. Es ist schnell verletzt, beleidigt oder bekommt „etwas in den falschen Hals“. Ebenso kann es aber auch für Ängste, Neurosen und Depressionen sorgen. Wenn du dich ihm nicht widmest, dann sucht es entweder auf diese Weise deine Aufmerksamkeit oder es ist einfach hilflos und findet aus seinen Ängsten und Gefühlen alleine nicht heraus.
Es ist Zeit, dass du anfängst, dich deinem Inneren Kind zu widmen. Lies dazu erst einmal den ersten Teil der Meditationsreihe. Dann erst den folgenden.


Strandurlaub zu zweit

Ja, du hast richtig gehört/gelesen, du fährst in Urlaub und zwar nicht alleine, sondern zu zweit. Aber auch nicht mit deinem Partner, sondern mit dir selbst als Kind. Ja, ihr seid dabei zwei Personen.
Im ersten Meditationstext haben dein Inneres Kind und du als erwachsene Person sich ein wenig angefreundet. Dein Inneres Kind hat dir schon einiges erzählt. Inzwischen seid ihr so vertraut, dass ihr gerne zusammen seid. Und es ist auch nötig, öfter zusammenzusein, denn meist gibt es einiges aus der Kindheit zu verarbeiten, z.B.:

  • Wurdest du wegen deines Äußeren gehänselt oder verspottet?
  • Hast du eine sehr strenge Erziehung erfahren und konntest dich kaum entfalten?
  • War dein Alltag durchorganisiert, hattest du lauter Termine?
  • Waren deine Eltern sehr ehrgeizig?
  • Gab es Leistungsdenken in deiner Familie oder war es sogar das Gegenteil, du warst zu viel alleine und auch deine Schulnoten interessierten niemanden?
  • Konntest du selbst bestimmen, welche Frisur du trägst und welche Kleidung?
  • Durfest du jeden Tag einige Stunden tun, was du möchtest und die Zeit vergessen oder wurdest du ständig beim SPielen unterbrochen?
  • Gab es öfters Stress wegen des Haushalts? Unaufgeräumtes Zimmer, Mithelfen in Haus und Garten etc.
  • Haben deine Eltern sich oft und schlimm gestritten, bis zur Trennung?
  • Hast du Misshandlung, Missbrauch und/oder Gewalt erfahren?
  • Fühltest du dich als Kind ernstgenommen, mit deinen Bedürfnissen und Wünschen?
  • Hast du humorvolle Eltern erlebt, die viel gelacht und gesungen haben oder gab es eher öfters Stress und negative Stimmungen?

Wenn du bei einzelnen dieser Punkte dich angesprochen fühlst, dann macht es Sinn, mit deinem Inneren Kind zu arbeiten.

Kleines Mädchn spielt im Sand

cocoparisienne / Pixabay

Meditation:

Du bist in Urlaub mit deinem Inneren Kind. Ihr seid an einem Strand, an der Nord- oder Ostsee. Es ist nicht Sommer. Ihr seid außerhalb der Saison hier und ihr habt viel Ruhe. Dein Inneres Kind und du seid schon total aneinander gewöhnt. Dein Inneres Kind lernt langsam, sich so zu benehmen, wie es selber das möchte. Es gibt keinen Zwang, keine Regeln, kein Benehmen.
Es hat sich selbst die Kleidung und Frisur ausgesucht. Du wirst erstaunt sein, es hat sich eine ganz andere Frisur ausgesucht, als die, die es in seinen Kindheitstagen trug und auch die Kleidung hat einen ganz anderen Stil, vielleicht zeitlos aber ungezwungen. Vielleicht ist es aber auch gekleidet wie eine kleine Prinzessin. Oder du trägst als Junge Mädchenkleider und umgekehrt. Alles ist nun erlaubt!
Dein Inneres Kind zieht nun an, was ihm gefällt. Das können sportliche-lässige Kleider sein, aber auch Fantasie-Kostüme oder etwas Festliches. Manchmal wechselt es seine Garderobe innerhalb von Minuten. All das ist wichtig, denn die Kleidung steht für verschiedene Identitäten und besonders Kinder werden über die Kleidung von anderen Kindern eingeordnet.
Es kann also sehr gut sein, dass du hier noch Nachholbedarf hast. Widme dich diesem Thema, auch wenn es dir albern erscheinen mag. Denke daran, ganze Kabarettprogramme kreisen nur um die ungeliebte, kratzige Strumpfhose oder das lächerliche Karnevalskostüm, das man als Kind tragen musste. Dein Inneres Kind wird es nun genießen, sich die Kleidung selbst aussuchen zu dürfen. Lass dich überraschen, welchen Stil es wählt.

Ihr verbringt nun einige Zeit am Strand. Der Himmel ist bedeckt, die Sonne brennt nicht herunter, aber es ist angenehm warm. Ihr jagt gemeinsam den Strand entlang, sucht Muscheln, baut Sandburgen und schaut auf das Meer. Ihr müsst nicht reden, könnt aber.
Dein Inneres Kind will sich viel bewegen, auch wenn es früher vielleicht gar nicht sportlich war. Es will toben, rennen und irgendeine Sportart machen. Es hat natürlich Glück. Am Strand sind noch andere Kinder und Erwachsene. Die Kinder finden schnell zusammen und einigen sich auf ein Ballspiel.
Lass dein Inneres Kind nun mit anderen am Strand Frisbee, Federball, Volleyball spielen. Wähle ruhig eine erwachsene Sportart. Fühle die Bewegungen mit und schmeiße dich als Inneres Kind in vollem Einsatz in den Sand.
Du als erwachsener Begleiter kannst eine Weile lang mitspielen und dich dann ein wenig abseits setzen und die Kinder spielen lassen. Spüre, wie dein Inneres Kind sich entfaltet, während du einfach nur anwesend bist, auf das Meer schaust und das Kind toben lässt. Während dein Inneres Kind so am Strand mit anderen spielt und sich auspowert, kommst auch du zur Ruhe. Du lässt dich rückwärts in den Sand fallen und schaust in den Himmel.

Du entspannst dich und deinen Körper. Du streckst die Beine aus und legst sie ab. Du breitest die Arme aus und legst sie ab. Du atmest tief ein und aus und spürst die frische Meerluft. Verweile so eine Zeitlang.

Dein Inneres Kind kommt nun erstaunlich gut alleine klar. Es ist ohne seine Familie hier mit dir am Strand, hat Spielkameraden gefunden und möchte gar nicht mehr aufhören zu toben. Du lässt es und genießt Ruhe, Frieden, Harmonie.

Später werdet ihr zusammen essen gehen, in ein Restaurant in der Nähe. Es hat große Glasfassaden, aus denen ihr auf das Meer schauen könnt. Ihr trefft im Restaurant die anderen Kinder und deren Begleiter wieder. Ihr habt aber euren eigenen Tisch und dein Inneres Kind bestellt, worauf es Lust hat. Es darf ungesunde Dinge bestellen, aber du bietest ihm auch anderes an. Ihr verbringt ein ruhiges, harmonisches Abendessen miteinander.

Dein Inneres Kind hat inzwischen nicht mehr so viele Probleme, die es erzählen möchte. Es genießt die gemeinsame Zeit mit dir und entfaltet sich. In eurem Zimmer darf es noch ein wenig fernsehen, es laufen alle Programme, die es als Kind gerne mochte und auch Filme und Serien, die zwar für Kinder geeignet waren, es aber nicht sehen durfte. Ihr schaut euch diese gemeinsam an. Ihr holt verpasste Serienfolgen und Fußballspiele an diesen Urlaubsabenden nach. Natürlich ist auch Platz für Gesellschaftsspiele, Malen, Basteln und Musizieren. Die Tätigkeiten sollen aber etwas mit den Wünschen deines Inneren Kindes zu tun haben. Wenn ihm Fernsehen wichtig ist, so wirst du nicht erzieherisch einschreiten, sondern ihm das genehmigen.
Ihr lasst den Abend ruhig ausklingen und freut euch auf weitere erholsame Urlaubstage, voller Abenteuer oder Ruhe, ganz so, wie es dein Inneres Kind möchte.

 

 

 

Meditation zum „Inneren Kind“ Teil 2
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Meditationstext: Treffe dein inneres Kind

Greyerbaby / Pixabay

 

In loser Folge erscheinen hier Meditationstexte zur freien Verfügung. Das erste Thema widmet sich dem Aufspüren und der Arbeit mit dem „Inneren Kind“.
Literaturempfehlungen folgen am Ende der Meditation.

Treffen dein Inneres Kind und heile es

Dein Inneres Kind führst du immer mit dir, genauso wie deinen inneren Teenager, jungen Erwachsenen und älteren Erwachsenen.
Dein Inneres Kind jedoch ist es, das dein Verhalten ungewollt am meisten beeinflusst, weil du viele Erlebnisse aus der Kindheit, deine Erziehung und deine Rolle als Kind noch nicht verarbeitet hast. Dein Inneres Kind meldet sich oft in Konflikten zu Wort. Es lässt dich hilflos, ohnmächtig, wutschnaubend, verzweifelt sein und dich so reagieren, wie du als erwachsener Mensch es eigentlich nicht möchtest.
Dein Inneres Kind schreit nach Aufmerksamkeit, Heilung, Nähe, Wärme und Geborgenheit. Heute, als erwachsener Mensch, kannst du deinem Inneren Kind alles das geben, was es noch braucht.

Heile dein Inneres Kind und du löst damit viele deiner Probleme!
Wie kannst du dein Inneres Kind heilen? Indem du mit ihm sprichst, ihm zuhörst, ihm Zuneigung und Aufmerksamkeit schenkst. Du benimmst dich dabei aber nicht wie Mutter, Vater, Erziehungsberechtigte oder gleichaltrige Freunde, sondern wie der beste, fürsorglichste Freund und Beschützer, den ein Kind sich vorstellen kann. Wenn du magst, schlüpfst du in deiner Vorstellungskraft sogar in andere Rollen. Nämlich dann, wenn du das Gefühl hast, du kannst auch als erwachsene Person deinem Inneren Kind nicht helfen, weil du dich zu schwach fühlst. Stell dir dann eine Fantasiefigur vor oder jemanden, den du für absolut weise und liebevoll hältst. Das kann auch ein Albus Dumbledore aus Harry Potter oder Meister Jedi aus Star Wars sein. Es spielt keine Rolle, was andere darüber denken würden. Hauptsache es ist eine imaginäre Person, der du zutraust, dir als Kind zu helfen.

Du findest vielleicht nicht so einfach Zugang zu deinem Inneren Kind. Je älter du bist, umso schwieriger wird es sein, es in dir aufzuspüren, obwohl viele deiner Gefühle, Reaktionen von ihm gesteuert werden.
Um dein Inneres Kind von alten Verletzungen, Absagen, fehlender Aufmerksamkeit und Zuneigung zu heilen, kannst du dich in vergangene Situationen versetzen oder dich einfach in deiner Vorstellung mit ihm treffen und sprechen.

Dein Inneres Kind wird scheu und misstrauisch sein

Machst du dich auf den Weg, dein inneres Kind zu heilen, wirst du merken, dass dies nicht so leicht ist. Denn deine Kindheit liegt vielleicht tief in dir vergraben.
Daher ist es hilfreich, dich als erstes mit deinem Inneren Kind zu verabreden, an einem neutralen  Ort, nicht in deinem früheren Zuhause, das sehr von den Eltern geprägt ist, sondern vielleicht an einem Urlaubsort, wo es besonders glücklich und frei war.

 

dolvita108 / Pixabay

 

Verabrede dich mit deinem Inneren Kind an einem Urlaubsort. Treffe dich dort mit ihm zum Beispiel an einem Steg, der ins Wasser führt oder am Strand. Unternimm mit ihm eine kleine Bootstour und stelle dir eine ruhige, geschützte Umgebung vor. Dein Inneres Kind wird sich zunächst vielleicht sperren, sich mit dir zu treffen:
Was willst du auch von ihm? Du bist eine fremde, erwachsene Person, warum sollte das Kind sich mit ihm treffen? Es ist ganz natürlich, dass dein Inneres Kind so reagiert und sich sogar vor sich selbst als erwachsener Person fürchtet oder misstrauisch ist.

Du nimmst dir Zeit und lässt dem Kind sein natürliches Misstrauen. Es ist eingebettet in seiner Familiensituation und seinen Alltag. Es kommt gar nicht auf die Idee, dass sich jemand aus der Zukunft mit ihm treffen möchte. Auch kommt es gar nicht auf die Idee, dass es Hilfe und Unterstützung von jemand anderem als Eltern, Geschwistern, Verwandten oder Freunden bräuchte. Es kann sein, dass es tief davon überzeugt ist, dass seine Probleme und Schwierigkeiten Bagatellen sind oder, dass es selbst daran schuld ist.

Du weißt aber inzwischen, dass es nicht so ist und dass sich vieles eben nicht im Erwachsenenalter gelöst hat. Du als erwachsene Person weißt, dass du deinem Inneren Kind helfen musst. JETZT!
Frage also dein misstrauisches Innere Kind, das sich erst nur kurz mit dir treffen und gleich wieder zurück zu seinen Eltern will, wie es ihm geht. Beim nächsten Treffen wird es anfangen zu erzählen. Und du wirst dir als Kind zuhören. Und zwar so zuhören, wie dem Kind nie jemand zugehört hat. Du wirst es voll und ganz verstehen, seinen Schmerz, seine Hilflosigkeit oder seine Wut.

Wenn dein Inneres Kind von anderen gehänselt oder gemobbt wurde, dann wirst du dies nicht als harmlose Kinderbalgerei abtun, sondern du wirst dir die Einzelheiten genau anhören. Du wirst das Kind trösten und ihm sagen, dass es dies alles nicht verdient hat. Du wirst ihm erklären, warum andere Kinder grausam sind, nämlich weil sie selbst Frust und Druck aus dem Elternhaus ablassen wollen, an jemandem, den sie als schwächer einschätzen als sie es selbst sind. Sie spüren, wenn ein Kind brav, harmlos und gutmütig bist. Sie haben keine Angst vor einem solchen Kind und deshalb haben sie dich ausgesucht.

Heute kannst du unangenehme Situationen aus deiner Kindheit heilen, indem du dir als erwachsener Freund zur Seite stehst und mit deinem Inneren Kind Hand-in-Hand die Situationen auflöst. Als Erwachsener hast du mehr Überblick und kannst dem Inneren Kind erklären, dass es nicht selbst schuld ist an seinen Problemen oder Verletzungen. Auch ist es nicht zu sensibel und empfindlich.

Lass dein Inneres Kind plappern

Dein Inneres Kind wird immer mehr plappern und banale Dinge aus seinem Kinderalltag erzählen. Du wirst mit Erwachsenenaugen deinem Inneren Kind das Verhalten deiner Eltern erklären und vieles relativieren. Auch deine Eltern hatten Innere Kinder, denen Unrecht geschehen ist und die mehr Aufmerksamkeit und Hilfe benötigt hätten. Aus diesem Grund waren sie zu dir oft ungerecht, vielleicht zu unaufmerksam oder mal barsch.

Es kann sein, dass du dich im Laufe der Zeit zwischen deine eigenen Eltern und deinem Inneren Kind stellst und als neue Bezugsperson fungierst. Die Beziehung zu deinen Eltern wird dadurch sehr entlastet. Du kannst dir nun selbst die Aufmerksamkeit, das Verständnis und die Wärme und Weichheit geben, die du vielleicht als Kind vermisst hast.

Schäme dich nicht, deinem Inneren Kind auch kindliche Freuden zu gewähren. Hattest du vielleicht mal ein Bild gemalt und dies wurde nicht wirklich beachtet? Hast du sonst etwas geschafft und dir fehlte die Mutter, der Vater zum Loben und Freuen? So lobe dich heute als Erwachsener dafür, dein Inneres Kind kommt dadurch endlich zur Ruhe. Verwöhne dein Inneres Kind und schenke ihm so viel Liebe, wie es viele Menschen leider eher mit ihren Katzen und Hunden tun, aber nicht unbedingt mit anderen Menschen. Die Weichheit, die viele ihren Haustieren angedeihen lassen, haben viele Menschen in ihrer Kindheit vermisst. Schenke dir heute als erwachsener Mensch selbst diese Liebe. Sei bedingungslos gut und urteilslos zu deinem Inneren Kind. Es wird dir nicht schwerfallen, es ist nur ungewohnt.

Dein Inneres Kind muss nichts mehr lernen

In deiner neuen Beziehung zu deinem Inneren Kind ist nun alles anders als das, was Kinder normal erleben. Das Innere Kind  muss nichts mehr lernen, außer den noch unbekannten positiven Aspekten über sich selbst. Es muss weder schreiben noch lesen, noch rechnen lernen. Es muss sich auch nicht mit anderen Kindern arrangieren, teilen oder sich benehmen. In deiner Beziehung zu Deinem Inneren Kind gibt es nichts anderes als ein bedingungsloses Ja zu ihm. Es gibt keine Kritik, keine Maßregelungen, keine Strafe. Es gibt aber auch keinen Wettbewerb mehr mit anderen Kindern, kein Mobbing und keinerlei Vergleichen. Das alles hat das Kind schon erlebt und es ist vorbei. Dein Inneres Kind wird jetzt anstandslos akzeptiert, bedingungslos geliebt und gehegt und gepflegt. Immer wieder und so lange, bis es ganz und gar beruhigt ist und es immer weniger nach Aufmerksamkeit und Zuwendung schreit und dein Verhalten unbewusst durch seinen Schmerz beeinflusst.

Du kannst dich jetzt der Heilung des Inneren Kindes widmen, indem du gemeinsam mit ihm in die unangenehmen Situationen der Kindheit gehst und sie auflöst. Indem dein Inneres Kind dir alles erzählt als einem wertfreiem, liebevollen erwachsenen Menschen, wird es sich endlich nicht mehr mit diesen Situationen gleichsetzen.

Treffe dich so oft du magst, mit deinem Inneren Kind und widme dich seinen Problemen. Stelle dich zwischen die Personen, die dir als Kind geschadet haben und dem imaginären Inneren Kind und verteidige dich neu.
Du nimmst dein Inneres Kind so ernst, wie es niemand anderes tun kann und Du wirst es auch am besten heilen. Beginne damit JETZT und verändere dein Leben!

Meditation zum „Inneren Kind“ Teil 1
Dieser Text steht zur freien Verfügung. Verletzen Sie aber bitte nicht das Urheberrecht und nennen Sie keine falschen Verfasser. Der Text ist Eigentum von ~Papillon-Texte~

 

Sie benötigen individuelle Meditationstexte? Dann beauftragen Sie Papillon-Texte! Wir schreiben allerdings nur Meditationstexte ohne religiöse oder spirituelle Hintergrunde. Dies sind Texte zur Entspannung, innerer Einkehr und zum Lösen von Konflikten und Blockaden.

 

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