Meditationstext 3: Treffen mit dem Inneren Teenager

In loser Folge erscheinen hier Meditationstexte zur freien Verfügung. Das erste Thema widmete sich dem Aufspüren und der Arbeit mit dem „Inneren Kind“. Das zweite war „Urlaub mit dem Inneren Kind“. Der heutige Text widmet sich dem Inneren Teenager.

 

 

Treffe dein Teenie-Ich!

Du kannst dich ganz unabhängig von den ersten beiden Meditationstexten auch erstmal mit deinem Inneren Teenager treffen. Vielleicht hast du in dieser Zeit tiefer liegende Verletzungen erfahren und einiges, woran du öfters im Erwachsenenalter denken musst. Du solltest dich auch deinem Inneren Kind widmen und die ersten beiden Teile mal lesen, weil natürlich der Teenager in dir aus dem Kind entstanden ist. Du kannst aber, wenn dir der Zugang zum Inneren Kind fehlt oder die Kindheit dir zu weit weg erscheint, erst einmal mit dem Inneren Teenager anfangen.

Mädchen liegend auf der Wiese mit gelben Blumen im Haar, lachend

digaita / Pixabay

Treffe dich nun mit dir als Teenager. Diese Zeit ist relativ lang und du bist verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen. Mit 13 Jahren warst du wahrscheinlich vollkommen anders als mit 16 oder 17. Wir setzen heute beim ersten Teil deiner Teenager-Zeit an, als du 13, 14 Jahre alt warst.

Meditation:

Frage dich, wie du dich als Teenager fühlst. Lass dir ein wenig Zeit, bevor du antwortest. Dein Innerer Teenager ist voller Konflikte. Er hat Vorbilder, wie er sein möchte und er hat die Vorstellungen seiner Eltern, Lehrer, Erwachsenen. Er hat auch mit den Vorstellungen seiner Freunde, Gleichaltriger zu kämpfen, die auch erwarten, dass er eine bestimmte Position einnimmt.
Je strenger dein Elternhaus war umso schwieriger war diese Übergangszeit. Auch wusstest du damals noch gar nicht, wer du selber sein wolltest. Du warst halb Kind, halb Erwachsener. Beide Teile wollten gelebt werden. Du wirst nun überrascht sein, wie befreiend es ist, dich mit dir selbst in diesem Alter zu treffen.
Du hast vieles in dieser Zeit einfach nur mitgemacht, ohne es zu hinterfragen, weil du auch noch gar keinen Überblick hattest. Heute als erwachsene Person kannst du dir selbst mitteilen, was damals vielleicht besser für dich gewesen wäre. Hättest du dich früher freistrampeln sollen von deinen Eltern? Oder hast du gerade in dieser Zeit einfach noch mehr Kindheit als Jugend gebraucht und wolltest von den Gleichaltrigen nicht unter Druck gesetzt werden? Diese fingen in dem Alter an zu rauchen, Alkohol zu trinken und hatten erste Beziehungen. Warst du ein Frühstarter oder Spätzünder? Hat dir das gut getan oder schleppst du noch Komplexe mit dir herum?

Erlaube deinem Inneren Teenager heute das nachzuholen, was er damals nicht hatte. Wollte er damals cool sein und beliebt, so erlaube es ihm in deiner Vorstellung heute. Heile so alte Verletzungen und Ablehnungen von außen. Wurde dein Innerer Teenager gemobbt, etwa weil er nicht zur Peergroup passte, uncoole Kleidung trug und nach Mamasöhnchen aussah? Oder warst du ein Mädchen, das von einer eher aggressiven Mädchenclique ausgegrenzt wurde? Diese Erfahrungen kannst du heute heilen, indem du dich mit deinem Teenager-Ich triffst. Lass dir all diese Dinge erzählen. Damals hattest du vielleicht niemanden, dem du das alles erzählen konntest, weil deine Eltern es nicht so recht verstanden und ernst nahmen und weil deine Freunde mit sich selbst beschäftigt waren.

Gruppe von Teenagern, Bild zum Meditationstext Innerer Teenager

moffi12 / Pixabay

Sei dir nun ein verständnisvoller erwachsener Freund, der offene Ohren für Teenager-Probleme hat. Dein Äußeres war damals sicher sehr wichtig. Eben und gerade deshalb, weil es den anderen Jugendlichen so wichtig war. Du warst sicher auch unter Druck. Hast du dem damaligen Schönheitsideal entsprochen? Hast du ersten Druck gemerkt, wie deine Figur auszusehen hatte, als Mädchen, aber auch als Junge? Wurdest du im Sportunterricht als einer der ersten im Team gewählt oder gehörtest du zu den letzten? Warst du ein kleiner Star und Anführer oder spieltest du im Mittelfeld, oder warst du sogar unbeliebt? Erzähle dir dies heute alles noch mal als erwachsener Person. Das ist nicht lächerlich und vergangen. Du schleppst viele dieser Prägungen dauerhaft mit dir um. Du spürst sie immer wieder dann, wenn du Ablehnung und Kritik erfährst oder wenn jemand dein Äußereres, deine Figur thematisierst.

Dein Körper war in dieser Zeit in der Entwicklung. Mache deinem Inneren Teenager klar, dass es gar nicht so wichtig ist, wie er aktuell aussieht, weil der Körper sich noch sehr verändern und wachsen kann. Trotzdem gehst du über diese Themen nicht hinweg, wie es meist die Erwachsenen tun. Wenn du dich als Mädchen zu dick fühltest, dann nimm dieses Gefühl ernst. Dein Innerer Teenager hat bestimmte Vorbilder im Sinn, denen er nacheifert. Erlaube deinem Teenager einfach diese Traumfigur zu haben. Stellt euch gemeinsam vor, wie das Leben mit der Erfüllung dieses Wunsches ist.  Rede deinem Inneren Teenager nicht ein, dass es auf innere Werte ankommt, denn das hilft ihm nicht durch den Alltag. Verhelfe deinem Inneren Teenager eher dazu, eine eigene Persönlichkeit nach außen darzustellen und wenn er seine Figur ändern will, so schlage ihm geeignete Trainingsmethoden vor, die du heute kennst. Es ist wichtig, dass du deinen Inneren Teenager mit all seinen Themen ernst nimmst und nicht auf später vertröstest.

Wenn dein Innerer Teenager in dieser Zeit vielleicht die Trennung deiner Eltern erlebt hat, so ist es heute an der Zeit, ihn zu trösten. Er musste damals sehr stark sein, seine Eltern waren mit sich selbst beschäftigt und haben ihn vielleicht dazu benutzt, den Partner auszuspielen.
Gab es andere familiäre Probleme? Musstest du erwachsener sein, als du eigentlich warst, weil ein Familienmitglied krank oder pflegebedürftig war? Dann erlaube dem Teenager heute in der Zeit mit dir, weniger erwachsen zu sein. Sei mit ihm albern, spiele mit ihm oder daddel ein wenig. Wenn du das eh immer noch häufig tust, so hat dies sicher auch mit deinem Inneren Teenager zu tun, der so auf sein Recht auf Spielen pocht.
Hatte dein Innerer Teenager Probleme in der Schule? So arbeite das Thema noch mal mit ihm auf. Du weißt ja, woran es lag. Nimm in deiner Verarbeitung diese Entwicklunsphase ernst und lass dich nicht davon ablenken, was danach kam. Vielleicht eine Phase voller Spaß und Party. Trotzdem sollte der 13- bis 14 jährige Teenager zu seinem Recht bei dir kommen.

Treffe dich ab heute so oft mit dem 13- 14- jährigen Ich, wie es dir guttut. Du merkst schon bald, dass du gerne in die nächsthöhere Stufe gehen und dort etwas verarbeiten möchtest.

 

Meditationstexte Teil 3
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